Dortmunds Oberbürgermeister Kalouti diskutiert mit Westfalen e. V. über das Thema „Urbanität und Zusammenhalt“ in Westfalen
Dortmund / Hamm. Urbanität steht für Vielfalt, Begegnung und lebendige Städte – doch wie lässt sich dieses Miteinander in einer traditionsreichen Region wie Westfalen gestalten? Überdiese Frage haben am Montagabend rund 40 Mitglieder des Westfalen e. V. mit Dortmunds Oberbürgermeister Alexander Kalouti diskutiert. Der Vortrag stellte den Abschluss der Mitgliederversammlung dar, die im Headquarter der Firma Materna Informationen &Communication SE stattfand.
Kalouti betonte, Dortmund brauche als westfälische Metropole das westfälische Umland und umgekehrt: „Unsere Entwicklung kann nur gemeinsam erfolgreich sein. Deswegen setze ich auf Kooperation mit den benachbarten Städten und Kreisen, gerade auch bei Planung und Projektentwicklung.“
Urbanität und Zusammenhalt in Westfalen würden nur auf den ersten Blick Gegensätze darstellen. Bodenständigkeit, Ehrenamt und Nachbarschaft auf der einen Seite, Dynamik, Tempo und Diversität auf der anderen Seite: „Gerade bei uns in Dortmund passen Urbanität und Zusammenhalt aber wunderbar zusammen.“ Westfalen habe sich in den letzten Jahrzehnten immer in Bewegung und im Wandelbefunden und bewiesen, Gegensätze zusammenbringen zu können. Exemplarisch dafür stehe der Wandel der Stadt Dortmund vom Stahl, der Kohle, den Brauereien und der Industriehinzu einer modernen Wissenschafts-, Technologie- und Dienstleistungsstadt. „In der DNA der Menschen ist es fest verankert, nicht drumherum zu reden, sondern anzupacken und zumachen“, sagte Alexander Kalouti: „Deshalb ist Dortmund, ist Westfalen, nicht stehen geblieben.“
Um urbanes Leben auf der einen und gesellschaftlichen Zusammenhalt auf der anderen Seite dauerhaft miteinander verbinden und bewahren zu können, müsse man aber endlich wieder den Menschen zuhören und Lösungen entwickeln, die für die Menschen da sind: „Wir brauchen einen Pragmatismus der Vernunft und Respekt vor der Lebenswirklichkeit der Menschen. Dann werden Urbanität und Zusammenhalt keine Schlagworte, sondern gelebte Wirklichkeit.“
In seinem Impulsvortrag hob Alexander Kalouti insbesondere die Bedeutung der Innenstädte für die Entwicklung der westfälischen Kommunen hervor. Um die Innenstädte aber dauerhaft als attraktive und lebendige Orte zu erhalten, müsse neu gedacht werden: „Es wird nur die Mischung funktionieren.“ Ziel müsse es sein, die Innenstädte als multifunktionale Orte für Handel, Dienstleistungen, Wohnen, Kultur und Bildung aufzustellen. Im Anschluss diskutierten die Mitglieder des Westfalen e. V. mit Alexander Kalouti unteranderem über die Frage, wie die Sicherheit und Sauberkeit in den Innenstädten oder die Zusammenarbeit zwischen Dortmund als größte Stadt Westfalens und den Kommunen im Umland noch weiter verbessert werden könnten. „Wir können stolz auf diese Stadt sein, die sich innerhalb von 70 Jahren zweimal maßgebend neuerfunden hat“, betonte Alexander Kalouti abschließend.










